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Tatze


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Dank Bernhard Kohl TdF in HDTV Qualität !
Verfasst am: 10.02.2009, 09:29


Dank des unerwartet starken Auftritts von Bernhard Kohl hatte sich das österreichische TV entschlossen die letzte Woche der Tour live zu übertragen.
davor fanden keine Liveübertragungen statt.

Das besondere: der ORF übertrug in HDTV Qualität !!! davon sind ARD/ZDF noch Lichtjahre entfernt.

War ein Genuss das zu sehen .Wer einmal eine HDTV Übertragung gesehen hat wird wissen was das für ein Unterschied zum herkömmlichen Bild ist.
Dann auch noch ohne Werbung und ARD/ZDF Dopinggesülze.

Dem Co Kommentator Zatopilek (Der Name kann auch etwas anders lauten,er ist ehemaliger Aktiver Tour Teilnehmer und Austria Tour Gewinner.An 2 tagen war Rene Hasselbacher Co Kommentator)gingen zwar manchmal die Pferde durch vor Begeisterung für Berni aber angenehmer Kommentator.

Bei Olympia starten übrigens Thomas Rohregger und Christian Pfannenberger für Österreich

PS
Drei Kommentatoren bei Eurosport sind einer zuviel.Migels/Jansch hätte gereicht und Ulle als Gast Co Kommentator :D


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The Undertaker


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Verfasst am: 10.02.2009, 18:33


...dazu 16:9-Format, ab nächstem Jahr Public-Viewing, Fan-Meile, Oliver Pocher singt dann Lieder über Stefan Schumacher und in den hanutas gibt's dann Sammelbildchen vom Team Gerolsteiner...

Alleine die Passage "hatte sich das österreichische TV entschlossen die letzte Woche der Tour live zu übertragen" zeugt von dem, was da wieder abgeht.

Ich hab' gelesen, der Schumacher denkt über einen Stilwechsel - weg vom Klassiker-Spezi, hin zum Rundfahrer (also Schwerpunkt Gebirge, weil da offensichtlich die Defizite liegen) - nach; wenn der in zwei Jahren um eine Top 10-Platzierung fährt, gibt das hier in Deutschland wieder so einen Heuchel-Hype, wie vor 10 Jahren.
Ich frage mich, warum die öffentlich-rechtlichen dieses Jahr nicht aus der Übertragung ausgestiegen sind. Liegt es vielleicht daran, dass bis dato kein deutscher Fahrer bzw. kein Fahrer eines deutschen Teams oder ein Fahrer eines Teams eines deutschen Top-Fahrers (Astana) des Dopings überführt wurde? Oder daran, dass die anderen Dopingfälle (bis auf Ricco, aber den konnte man dank weniger und unspektakulärer anderer Fälle als den bösen gemeinsamen Feind aller darstellen) aufgrund ihrer weniger klanghaften Namensgeber den Großteil der Bevölkerung nicht interessiert (bis auf die Tatsache, dass dadurch wieder ein Finger auf den Radsport gerichtet werden konnte, in Kombination mit dem Wort "typisch")? Oder vielleicht daran, dass die deutschen Fahrer bzw. DAS deutsche Vorzeigeteam deutlich auffälliger und erfolgreicher unterwegs war als im letzten Jahr? Liegt es folglich daran, dass 2007 die Einschaltquote nicht passte und die Ersatzprogramme "Julia - Wege zum Glück" und "Sturm der Liebe" mehr Profit versprachen (was allerdings zumindest größtenteils nicht am Radsport, sondern an der unsagbar schlechten Berichterstattung von ARD und ZDF liegt)?

Aaaach, Blödsinn - der einzige Grund ist die Tatsache, dass sich der Radsport bezüglich seines Lieblingsthemas "selbst gereinigt" hat, eine "Verbesserung" eingetreten ist und "Fortschritte" zu erkennen sind...

Passend dazu die Einleitung bei ZDF vor der ersten Etappe (oder war's ARD?): "Tour 2007 - da war doch was!? Richtig - die öffentlich-rechtlichen haben sich von der Berichterstattung zurückgezogen - eine Aktion, die noch in Jahren für Gesprächsstoff sorgen wird!"...diese Clowns, glauben die tatsächlich, dass sich irgendjemand für deren Kram interessiert?...aber gut, Hauptsache, wir können die Tour (und die Deutschlandrundfahrt!! - weil das sind die beiden einzigen Rennen, die es würdig sind, im TV gezeigt zu werden) im 16:9-Format und Dolby-Digital genießen...

...und in drei Jahren haben wir Verhältnisse wie bei Fußball-EM und -WM (nicht Fußball allgemein, sondern ausschließlich das Thema Nationalmannschaft - oder hat schonmal jemand nach einem UEFA-Cup-Spiel ein Autokorso gesehen?) - Karneval mitten im Sommer, bunte Perücken, Hüte und Tröten, Schminke inner Fresse, in Deutschlands Großstädten treffen sich zig-tausende, um die entscheidende Etappe nach Alpe-d'Huez auf der Leinwand zu sehen (in HD-TV!!) - aber auch nur die, frei nach dem Motto ("Wir zeigen alle Spiele der deutschen Mannschaft und alle Spiele ab dem Viertelfinale live!")...die Tour wird zur kommerziellen Plastik-Veranstaltung...

Also, immer weiter so und das kann was werden...


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Siege wenn du kannst, verliere wenn du musst - doch kapituliere nie!


 
MasterA


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Verfasst am: 10.02.2009, 18:40


Eurosport hat die besseren Kommentatoren, ARD/ZDF das bessere Bild. Ich weiß nicht ob das nur bei mir so ist, aber bei Eurosport waren die Farben immer etw. matter als bei den öffentlich rechtlichen Sender.
Aber ich kann nur zustimmen, das 3 Kommentatoren zuviele sind. Da nimmt einer dem anderen immer die Worte aus dem Mund. Janschi und Migels reichen völlig aus: der eine recherchiert mehr und der andere konzentriert sich mehr auf das aktuelle Renngeschehen.

Was mich persönlich während dem letzten Zeitfahren wieder unheimlich angekotzt hat, war die Abstandseinblendung 2er Fahrer. Das ruiniert die komplette Spannung. Ich erinnere mich zum Vergleich an das erste längere Zeitfahren bei der TdF 2003. Da gab es diese Einblendung noch nicht und man ist kurz vor der Zwischenzeitnahme noch nervös auf dem Sofa hin und her gerutscht. Erst beim 2. Zeitfahren 03, als Ulle nur eine knappe Minute hinter Armstrong war, haben sie diese eingeführt. Mad Das nimmt dem ganzen unheimlich viel Spannung .... :roll:

 
Der Oberprolla


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Verfasst am: 10.02.2009, 21:08


Stimmt, es interessiert keinen, ob die Übertragung nun eingestellt wird oder nicht. Ganz besonders bei ARD/ZDF. Bei EUROSPORT würde es einen Volksaufstand geben. Bestes Beispiel letztes oder vorletztes Jahr: Die Öffis steigen selbstherrlich aus und was machen die Privaten? Sie kaufen kurzerhand die freigewordenen Übertragungsrechte und düpieren ganz nebenbei die Konkurrenz. Das ist wie Streiken bei der Lufthansa: Die "Mainzel-Faschisten" stellen ab und es merkt kein Schwein. :wink:

 
kwiedi pantera


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Verfasst am: 11.02.2009, 00:29


Eben. Und dieses Geheuchel ist doch auch nich mehr auszuhalten. Die wissen doch ganz genau, dass alle, die vorn mitfahren, nich ohne Dope auskommen. Cool war ja, als rauskam, dass unser getziger Innenminister und Sportminister in den 70ern hinter verschlossenen Türen aktiv für mehr Testosteron-Doping der Westdeutschen Sportler plädiert hat, damit die konkurrenzfähig werden. Und getze isser der Ober-Anti-Doper. Lächerlich.

Die Journalie bei ARD/ZDF weiß mindestens so viel wie Schäuble. Und den Ricco stelln se an den Pranger, Kohl wird übern Klee gelobt...

Wenn nich der Ulle-Hype Ende der 90er eingesetzt hätte, dann wäre dieser ganze Radsport-Doping-Schmu selbst mit Festina- und Fuentes-Skandal nie im Leben hier so hoch gekocht. Das wäre nur als Randnotiz wiedergegeben worden...

@Selbstreinigung: Halte ich zwar auch für Blödsinn, aber ich habe mal ein paar Anstiegszeiten rausgestoppt, und demnach sind die Topfahrer dieses Jahr zumindest etwas langsamer gewesen als in der Vergangenheit. Sogar deutlich, wenn man es mit den Jahren 96, 97, 2003 und 2007 vergleicht, wo teilweise irre Werte gemessen worden sind. Vielleicht wird ja nicht mehr so ganz wahllos in den Medizinschrank gegriffen..? Wäre ja auch was wert, wenn ich an die Schicksale von Pantani und Jimenez denke.


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Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
MasterA


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Verfasst am: 11.02.2009, 11:33


naja, die leicht langsameren Zeiten könnten auch darauf schließen lassen, dass die in China entdeckten Anwendungen, "sich bis an die Grenze zum Doping zu dopen", benutzt werden. Wink Aber das wird man wohl so schnell nicht sagen können, sofern man es überhaupt irgendwann mal sagen kann.

@ TdF Übertragungsrechte

Pro7 ist letztes Jahr bestimmt nicht wegen dem sportlichen Teil eingestiegen, sondern eher weil sie davon ausgingen dass viele Leute vor dem Fernseher sitzen um den nächsten Skandal Live mitzuerleben. Evil or Very Mad Ich stelle es mir wie eine Art "Lustigmacherei" über den Radsport vor ....

 
Tatze


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Verfasst am: 11.02.2009, 17:41


Der Haupt Doping(Anti?) Agitator Hajo Seppelt war ja diesmal auch in China um Enthüllungsstorys
über Doping zu finden.
Damit mussten wir sein Gesülze über Tour Doping nicht über uns ergehen lassen.
Zum Glück ist Prof Franke nicht bei der Tour von ARD/ZDF vor die Kamera gezerrt worden.


Neben Kohl und Schumacher hat Andy Schleck den grössten Eindruck auf mich hinterlassen.

Zu EUROSPORT
das Deutsche programm hat schon immer eine mässige Bildübertragung.
Das französische,polnische und noch mehr das Skandinavische heben eine viel höhere Auflösung.

Der Sender Eurosport2 ist für mich eine einzige Enttäuschung selten attraktives Programm.
Eurosport HDTV gibts auch aber natürlich als einziges wichtiges Land Europas ohne Deutschland Mad
Wenns das bei uns auch gibt dann nur verschlüsselt.
Wimbledon konnte man wenigstens in Polen noch unverschlüsselt dieses programm empfangen.

 
Der Oberprolla


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Verfasst am: 11.02.2009, 22:56


Wer ist denn momentan Sportminister? So sieht das aus. Hinter den Kulissen die Grauzonen neu ausloten, aber dann gleich ´ne 180 Grat Wende einschlagen, nachdem der antiimperialistische Schutzwall seinen Geist aufgegeben hat. Diese Fretchen!

"Ricco stelln se an den Pranger", die HAZ schreibt, dass Sastre der nicht gewollte Toursieger mitm Geschmäckle sei, der nicht für den Neuanfang stehen würde und Schumacher (geile EZF) sei auch einer von diesen Geschmäcklern. Mir schmeckt´s!

Eurosport, ich weiss nicht, wie ich es beschreiben soll, aber deren Bilder haben für mich immer irgendwie einen gewissen "Rotstich". Kann auch sein, dass ich einen Sonnenstich habe oder ich endlich mal von analog auf digital wechseln muss.

Hajo Seppelt und Kommisar Franke, das Chefermittler-Duo vonna Öffi-Sitte. Ich sachs euch. Die rühren so richtig in der Scheisse. Manchmal hat man das Gefühl, dass sie sich erst neunmalklug vor der Linse äußern, nachdem die Bombe längst geplatzt ist. Franke generiert sich stets so, als sei das jeweils Enthüllte ein alter Hut

Das "Herandopen" halte ich auch für EINEN der Gründe, warum momentan die Anstiege ggü. vergangenen Jahren etwas langsamer gemeistert werden. Selbst Rasmussen/Contador, von denen ich letztes Jahr in anbetracht ihrer Dominanz dachte, sie hätten den einen oder anderen Rekord pulveresiert, sollen laut Kwiedi nicht schneller als Lenz und Ulle hochgekrakselt sein. Ich habe das nicht abgestoppt.

Die 2. Ursache könnte darin begründet sein, dass wir uns momentan in einer Art "Übergangsphase" befinden mit einer schwächeren Fahrergeneration in der Breite. Die große, ich will sie mal EPO-Pionierära nennen, mit Leuten Indurain, Rominger, Pantani, Tonkov, Gotti, Zülle, Jalabert, Escartin, Jimenez, Virenque, Lenz, Ulle, Riis, Heras & Co. haben für eine unheimliche Leistungsdichte gesorgt, wo sich der Drogenkonsum hochschaukelte, bis es 1998 bums machte. Ich bin der Meinung, dass die Genannten von ihrem reinen Können, ungedopt, talentierter waren als viele der Fahrer, die heute um einen Toursieg mitfahren. Vielleicht spielt das auch eine Rolle...

PRO7, stimmt die waren auf den nächsten Skandal aus, aber das ändert nichts daran, dass sie weniger moralisch an die Sache herangehen und eher das Spektakel im Auge haben. Übrigens auch die meisten Radsportfans an der Straße, auf dem Sattel und vor dem Computer. :wink:

 
The Undertaker


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Verfasst am: 12.02.2009, 18:44


Und die heute nich mehr vorhandene Leistungsdichte lässt mich immer wieder etwas wehmütig in die Vergangenheit blicken. Bei allem Respekt: Kim Kirchen als potenzieller Tour-Sieger? Oder Schleck? Kohl?? Vandevelde???...vor ein paar Jahren waren das alles noch Fahrer, die für die damaligen Kapitäne Helferdienste leisten mussten/durften. Und so geht das seit nunmehr drei Jahren: Sastre, Landis, Vinokourov, Pereiro, Klöden, mit Abstrichen auch Contador und Evans; die meisten der großen Protagonisten der letzten drei Tour-Austragungen waren vor dem großen Crash '06 noch im (Edel-)Helferstatus.
Der Beweis ist doch in der diesjährigen Bergwertung zu finden: Nach dem Ausscheiden von Saunier-Duval hat sich erstmal niemand für die Wertung interessiert. Klar, denn jeder, der am Berg halbwegs mithalten konnte (Cunego, Kirchen, Sanchez, Vandevelde, etc.), hatte ja direkt die Möglichkeit, in die Top-Ten des Gesamtklassements zu kommen.
Die heutigen Favoritengruppen an den Anstiegen (Sastre, Evans, Schleck, Menchov) wären vor 3-5 Jahren die zweite oder gar dritte Gruppe gewesen. Aber gut, die Rennen sind dafür ausgeglichener und offener geworden; Abstände, wie wir sie am Ende bei Giro und Tour diesen Jahres hatten, gab es in der Ära Armstrong nach dem ersten Zeitfahren...

Stichwort "Herandopen"; für mich das Synonym für die Schizophrenie der gesamten Anti-Doping-Regelungen: Vom Stoff xy habe ich einen natürlichen Wert von 20 in meinem Blut - erlaubt ist allerdings ein Wert von 50. Da der Stoff xy die Leistung fördert (die Anstrengungen und Qualen mindert), versuche ich mich an die Grenze des legalen Wertes 50 anzunähern...und zack haben alle auf einmal einen Wert von 50. Nach zwei Jahren wird der legale Wert auf 30 herabgesetzt - und zack, alle haben einen Wert von 30. Sprühst du dir allerdings einen Tropfen zu viel in die Nase, kommst du auf einen Wert von 31, wirst des Dopings überführt, als Betrüger, Verräter und Schwerverbrecher dargestellt und zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt...


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pantanifan


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Verfasst am: 13.02.2009, 00:07


oh kwiedi - du sprichst mir mal wieder aus der seele in deinem beitrag (s.o. 29.7.)! leider schaff´ich es nicht hier des öfteren reinzuschauen, aber wenn freut mich doch die (wenn auch nicht so massenhafte) diskussion hier. schön, dass es hier überhaupt mal wieder wen gibt, der sich meldet. aber lasst uns diesen beginn ruhig angehen und dafür lieber nicht sofort wieder in der versenkung verschwinden. Wink

ab ende nächster woche bin ich für 3 wochen! nicht im lande - bella italia ruft wieder! da kann ich dann die all die netten radfahrer bewundern die trainingsmäßig unterwegs sind. ich bewundere immer wieder ihren mut, sich auf einer stark befahrenen landstrasse mit dem rennrad fortzubewegen.
ab und an gibts da aber auch typen bei, die ich eher für touristen auf dem rad halte - nichts gegen ältere herren und dicklichkeit, aber einige sind dabei ... Very Happy

nun ja, da werde ich zusehen, das ich von olympia irgendwo in einem strassencafé etwas mitbekomme.


 
Koopi


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Verfasst am: 13.02.2009, 22:45


Die Art und Weise in der Sastre die Tour gewonnen hat war schon nach meinem Geschmack. Ich schrieb darüber.
Aber der Undertaker hat recht: Die "Voranfahrer" von heute sind die Edelwasserträger von gestern. Dabei spielt es keine Rolle ob sie die Träger des edlen Wassers oder ob sie edle Träger von Wasser waren. Das mag der Betrachter -je nach Standpunkt- für sich selbst entscheiden.
Aber wo ist der Glamour vergangener Tage? Wo ist er hin? Auch wenn mich keiner danach gefragt hat----- ich antworte trotzdem. Und so sagt Euch Koopi wo er hin ist der Glamour: ER IST IM ARSCH, TOTAL IM ARSCH!!!
Ich möchte dies auf keinen Fall falsch verstanden wissen. Und bitte, bitte nicht sofort eine wissenschaftliche Studie starten über den proportionalen Zusammenhang von Glamour und Doping. Diesen Zusammenhang den gibt es nämlich nicht - oder doch? Hihihi.
Ceterum censeo!
Ja, ein TdF-Endergebnis wie Coppi vor Merckx und Anquetil, Platz vier Frank Schleck - ich wäre ausgetickt, hätte mir die Hände wundgeklatscht und einen Schleck-Fanclub gegründet; Zum Schlecker wäre ich geworden!!!
Oder einen Endstand in der Bergwertung: Pantani vor Bahamontes, van Impe und Kohl - ich hätte meinen Speiseplan vor Ehrfurcht geändert und nur noch Rosenkohl, Blumenkohl und Kohlrouladen gegessen!!
Dies alles ist zwar nur ein Hirngespinnst aber Glamour und zwar Glamour ohne Ende wäre dabeigewesen. Doping sicher auch. Selbst die Presse hätte die Helden hochleben lassen und das hohe Lied von Schleck und Kohl gesungen.Nicht einmal das amtliche Fachblatt europäischer Narkoseärzte wäre in einer Fußnote auf Doping und Radsport eingegangen. Mir hätte der Radsportvirus vor, während und nach der Tour die Nackenhaare hochgestellt.
Ich will die Leistung von Schleck, Evans, Sastre und Kohl etc. nicht schlechtmachen aber die großen Rennen sind eben, wenn auch groß, doch nur Rennen -- nicht mehr und nicht weniger.
Die Zeit der großen Schlachten scheint vorbei.
In einer fernen Zukunft, wenn das Doping wirklich ausgerottet ist, habe ich große Angst, daß sich die UCI in UTCI(Union Touristik Cyclist International) umbenennt. Ein Narr wer böses dabei denkt!! Ohne Anspruch auf auf ernstgenommen zu werden grüßt Euch alle
Koopi

 
The Undertaker


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Verfasst am: 14.02.2009, 14:45


"BOOOOOONGGGG" - Licht aus...

Ich glaube noch nichtmal, dass das Ganze an der "Ausrottung" des Dopings liegt.

Wenn in der Formel 1 alle mit dem selben, nein mit dem gleichen Auto fahren würden, würde der beste Fahrer gewinnen.

Und sobald alle Radsportler mit dem gleichen Kraftstoff ins Rennen gehen, gewinnt wieder der Beste, die Abstände und Platzierungen sind so, wie sie halt qualitativ sind. Da kann es nicht passieren, dass ein Klassikerspezialist auf einmal eine dreiwöchige Rundfahrt gewinnt, nur weil er mehr im Blut hat als alle anderen. Ebenso gewinnen dann die Zeitfahrspezialisten wieder die Zeitfahren...und das Wichtigste: Jeder (Sportler, Teammanager, Sponsor und nicht zuletzt: der Fan) weiß, dass sein Mann bis zum Ende dabei sein wird (solange Stürze, Krankheiten o.ä. ausbleiben). Wie es zur Zeit ist, kann es nicht gehen: Ergebnisverzerrungen (bei allem Respekt, ich nenne ein paar Namen, die mir auffallen: Vandevelde, Di Luca, Schumacher) sind ebenso an der Tagesordnung wie Ausschlüsse der entscheidendsten und spektakulärsten Fahrer (Ricco, Contador, Boonen) z.T. mitten im Rennen. Und genau das ist das, was mich am meisten ärgert. Mir ist es relativ egal, ob Hinz und Kunz sich das Maul zum hundersten Mal zerreißen oder ob sich saubere Sponsoren wie die Deutsche Telekom zurückziehen. Das, was ich wirklich traurig finde, ist die Tatsache, dass man als Fan mitten in den emotionalsten Momenten plötzlich rausgerissen wird; man sitzt vor dem Radio und hört vom Ausschluss eines Riccos. Natürlich bin ich enttäuscht. Vom Fahrer? Nein - von seinem Ausschluss...

Dabei ist es mir auch ziemlich Wurst, ob alle nur mit 'ner Pulle Wasser und zwei Tellern Nudeln am Abend, mit Testosteron-Pflastern und Amphetaminen oder aber mit Fremdblut-Infusionen und Epo unterwegs sind; wobei hier natürlich gelten sollte "weniger ist mehr"...die Fälle Jimenez und Pantani geben da schon zu denken. Aber was das anbelangt, ist der ganze Apparat möglicherweise auf einem zumindest nicht falschen Weg - immerhin etwas. Womit man direkt zum nächsten Punkt kommt: Ob Jahr für Jahr neue Rekordzeiten, Geschwindigkeitsrekorde und Highscores erzielt werden oder nicht, das ist mir mit Verlaub Brust. Kein Mensch braucht ein Alpe d'Huez, das innerhalb einer Viertelstunde absolviert wird (man soll zwar nicht von sich auf andere schließen, vielleicht braucht's ja jemand, ich jedenfalls nicht). Und einen Vorteil hätte das "langsamere" Fahren: Man kann die Spannung und Dramatik eines solchen Finals vielleicht fünf Minuten länger genießen - ein Argument, das auf der Hand liegt...

Sehr interessant find' ich auch die Tatsache, dass ab dem Jahr 1996 jeder Sieg in Frage gestellt wird. Egal ob Riis, Ulle, Armstrong, Contador, Virenque, Pantani - immer wird betont, dass man diese Siege nicht zu hoch bewerten, sich bloß kein Beispiel dran nehmen und stets kritisch beäugen sollte. Da frag' ich mich, warum man auf der anderen Seite die großen Helden der Vergangenheit, die (zwar zum Teil vor Erfindung des Wortes "Doping") noch zu ihrer aktiven Laufbahn immer wieder zugaben, dass sie kein Mittelchen ungenutzt lassen würden, als die großen Lichtgestalten darstellt.

Mir is das alles Latte, ich feier' Coppi und Merckx genauso wie Ulle, Klöden, Simoni und Ricco...

..."BOOOOOONGGGG" - Licht wieder an.


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kwiedi pantera


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Verfasst am: 15.02.2009, 00:29


 
pantanifan


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Verfasst am: 15.02.2009, 16:15


aber ebenso, wie ich mich über vandevelde (und seinerzeit rasmussen) wundere, geht´s mir auch mit schumacher! da kann wer sagen, was er will: aber der ist mir mit seinen leistungen am berg doch sehr suspekt. und dann schien´s mir schon fast, als wäre nun doch schon kurz vorm aussteigen, promt gewinnt er auch das zweite zetifahren! und nicht irgendwie, und ganz knapp - nein, er fährt einen richtig guten vorsprung raus. zählt da wohl auch das, was undertaker mit den werten kurz vor ende des erlaubten geschrieben hat? die frage darf wohl gestattet sein. und die brüder schleck - gehen die immer immer schlecker-dromarkt einkaufen? den frank hat man ja schon auf dem zettel, aber der andi ist doch mindestens so leicht und locker den berg raufgestiefelt wie ricco! aber ricco wird sofort alles unterstellt (weil ihn einige wg. seiner freien meinungsäußerung und nicht nur auf harmoniegetue nicht mögen), beim andi ist es angeblich seine superfahrweise. hat dem mal wer ins gesicht geguckt, als er jedesmal aufs neue sein bruderherz den raufzog? schien ihm m.e. nichts auszumachen täglich an die leistungsgrenze zu gehen!

deshalb teile ich die wahrnehmung von kwiedi zu cunego und valverde! da habe ich den eindruck die sind nicht wirklich schlechter geworden, sondern fahren evtl. tatsächlich jetzt sauber (zumindest deutlich unter grenzwert Wink ).
ähnlich siehts doch bei den letzten fahrten von di luca aus.
und das piepoli z.b. nicht zwanghaft gedopt sein muss kann ich mir auch vorstellen. wenn´s nicht um sein terrain - die berge - geht, ist er nun wirklich kein besonders guter fahrer. er radelt doch auch oft genug am ende mit und riskiert dabei noch größere rückstände. mit anderen worten: er teilt seine kraft auf den rennen und rundfahrten doch relativ gut ein. ich hoffe sein karriereende zögert sich noch etwas raus!


 
The Undertaker


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Verfasst am: 15.02.2009, 21:05


Was Cunego und Valverde betrifft, meine ich zu erkennen, dass da etwas weniger mehr als erlaubt im Blut ist. Da läuft's offenbar (im Gegensatz vielleicht zu vergangenen Jahren) mittlerweile relativ natürlich. Und vielleicht ist da einfach, was die Entwicklung anbelangt, das Ende der Fahnenstange erreicht.
Ebenso Di Luca: Nach seiner Aufholjagd auf der Giro-Etappe #19 (gemeinsam mit Savoldelli griff er damals in der Abfahrt an, fuhr die letzten Kilometer komplett alleine, während Klödi die Favoritengruppe heranbrachte) brach er am nächsten Tag am Mortirolo ein und verlor damit sämtliche Chancen aufs Podium - vor einem Jahr wäre der am Mortirolo in der Favoritengruppe geblieben.
Und in diesem letzten Jahr gab's eine ähnliche Situation: Nach einer Bergüberfahrt (ca. auf der Hälfte der 192 km langen 14. Etappe) verliert der führende Di Luca den Kontakt zur Gruppe Simoni, Savoldelli, Garzelli und Mazzoleni. Die geben Vollgas, am Ende muss Simoni komplett alleine fahren, wird knapp hinter Garzelli Zweiter - am nächsten Tag an den Tre Cime Di Lavaredo (Simonis Paradedisziplin: unrhythmische, extrem steile Rampen) muss Gibo dem Vortag Tribut zollen, verliert entscheidende Sekunden und alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg.
Auch Leute wie Casar und Chavanel, die vor einigen Jahren als die nächsten französischen Tour-Sieger gehandelt wurden, fahren meiner Meinung nach mit etwas faireren Mitteln.

So lange jeder Fahrer in seinem Terrain zu den Besten zählt, ist alles okay: Piepo und Ricco gehören nunmal zu den Weltbesten am Berg, wenn die richtig antreten, kann doch höchstens jemand wie Contador oder Sella mitgehen. Cavendish und Freire sind nunmal die Schnellsten und Cancellara der beste Zeitfahrer (zumindest was die Eintagesrennen betrifft). Valverde, Di Luca, Bettini und Rebellin gewinnen die Ardennen-Klassiker, Boonen Paris-Roubaix und Paris-Nizza kann von mir aus eine luxemburgische Meisterschaft werden...aber wenn dann auf einmal ein Di Luca den Giro gewinnt, Schumacher beide Zeitfahren bei der Tour, Vandevelde dort auf Podiums-Kurs ist...und das sind ja alles Fahrer, die nicht mehr unbedingt in der großen Entwicklung stecken, die fahren seit Jahren ihr Niveau, tauchen dann aber plötzlich auf und bieten dort Leistungen, wo man vorher nie etwas gesehen hat...


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kwiedi pantera


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Verfasst am: 17.02.2009, 01:00


Genau, irgendwie merkt man, wenn große Talente zu großen Fahrern heranreifen. Wie bei Valverde 2003 oder Ricco 2006/2007 (er gewann ja bereits in 2006 ganz nette Rennen wie den Japan-Cup). Oder Boonen, als der 2002 Dritter bei Paris-Roubaix wurde. Mit 21 oder so. Und natürlich Kontertor. Das Gleiche bei Ulle, Pantani, Gotti, Virenque, Dufaux, Evans, Savoldelli, Vino, Klödi, Cunego, Simoni, Tonkov, Menchov und wie sie alle heißen. Als junge Fahrer schon ganz vorn.

Die Schlecks will ich mir noch gefallen lassen. Bringt ja auch nix, dem einen was zu unterstellen, was man dem anderen durchgehen lässt. Zu sagen "Ricco is zwar erwischt worden, aber Endischleck fährt ja genauso leicht den Berg rauf" is nich ganz ohne Tücke. Dann würde man ja Ricco den Drogenonsum richtigerweise nachsehen, weil alle dopen, aber dem Endischleck daraus einen Strick drehen. Dann haben eben beide etwas zu sehr am Kleber geschnüffelt. Den einen hats erwischt. Den anderen eben nicht. Glück muss man auch haben. Was ich ganz genauso sehe, ist die idiotische Kommentierung im TV: Der Endi is ganz doll, der Ricco bei jeder Beschleunigung ein Betrüger. Gedopt warnse beide, erwischt hat es nur einen...

Nur diese Sorte di Luca, Rasmussen, Vandevelde (wie gesagt, ich will ihm den einen super Auftritt ja gönnen), Schumacher, auch Mazzoleni und Bruseghin, die geben mir dann doch Rätsel auf, was die Größe des jeweiligen Medikamenten-Schranks angeht. Im Prinzip war auch Lenz so einer. Plötzlich war er unschlagbar...auf eine nie da gewesene Art. Kein Merckx, kein Indurain hat die Tour so beherrscht. Weil er so ein Harter war? Nee, nee, der hat einfach das beste Dope gehabt. Zumal seine Gegner ja nich ohne waren...

Und @di Luca/Simoni: Ich fand auch, dass die Einbrüche an den beiden vom Undertaker beschriebenen Tagen für die Antastbarkeit dieser Fahrer standen. Überhaupt sind die Leistungen der Topleute nicht mehr so konstant, wie sie bei manchen Protagonisten mal waren. Vor US Postal gab es beispielsweise kaum Rundfahrtsiege, ohne dass der Führende mal arg in die Bredouille kam. Beim Lenz passierte das genau einmal in sieben Jahren. Und Heras stiefelte ebenso unantastbar durch die Vuelta, nachdem er vorher schon seinen Käptn duch Frankreich chauffiert hatte. Sowas ist zu unnormal, um halbwegs wahr zu sein.

Der größte Penner is Jens Vocht. Der Fährt ein engagiertes Frühjahr, dann den Giro dauernd auf Krawall, anschließend die Tour de Suisse, wo er sich auch als Attackierer präsentiert, ohne Letzter zu werden, und landet dann bei der Tour, wo er hunderte Kilometer von vorn fährt auch noch im vorderen Drittel. Passt auf, Jetzt Feucht gewinnt Olympia, die D-Tour und noch drei Kriterien, um danach zu behaupten, dass er täglich nur drei Scheiben Brot mit Magerkäse isst...


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Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
Pawelfan


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Verfasst am: 17.02.2009, 23:12


Jetzt auch Sella positiv getestet... siehe radsport-news.com


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Alex1981


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Verfasst am: 18.02.2009, 03:57


Schön, dass hier nach zwei Jahren Pause wieder freudigst diskutiert wird.

Als Österreicher hab ich mich natürlich riesig über Bernhard Kohl`s Podiumplatz inklusive Bergtrikot bei der Tour de France gefreut.

Die Top 10 waren Kohls Ziel vor Start der Tour de France, und ich hab das damals auch realistisch gehalten, weil er heuer schon das ganze Jahr in Form war.
Dass er es vor der Tour noch nicht in Ergebnisse ummünzen hat können (abgesehen von 6. Platz Bayern-Rundfahrt), lag vor allem daran, dass er immer weder Pech hatte. Schon bei Paris-Nizza war er in Form, aber gleich dreimal stürzte er dort, nach einem Sturz mußte er gleich 5 Minuten auf ein Ersatzrad warten. Bei der Baskenland-Rundfahrt stürzte er nicht, aber er erfror bei 6° und Regen fast, weil er zu wenig angezogen hatte, und konnte im Flachen mit dem Hauptfeld nicht mithalten.
Bei der Tour de Romandie stürzte er bei der schwierigsten Bergetappe, und vergab so einen Top10-Platz.
Und bei der Dauphiné-Liberé (vor zwei Jahren war er dort Dritter), war er beim dortigen Zeitfahren auf Top-10-Kurs, im Gesamtklassement wär wahrscheinlich noch mehr drinnen gewesen, aber er stürzte im Zeitfahren, und konnte so nicht mehr zu den nächsten Etappen antreten.

Aber ich hab einen Top-10-Platz auch deshalb für realistisch gehalten, weil heuer die Konkurrenz am Berg überschaubar war, im Vergleich zu den Jahren davor.
Das lag daran, dass zwei Teams weniger am Start waren. Dann das vermeintlich beste Team Astana überhaupt nicht eingeladen wurde, sprich Contador, Klöden, Leipheimer oder auch Horner nicht dabei waren. Und es lag natürlich an den Dopingfällen der Vergangenheit, sprich Dopingsünder wie Basso, Landis, Rasmussen, Vinokourov, Kasheshkin, Mazzoleni waren nicht mehr dabei, natürlich auch Fahrer wie Sevilla, Mancebo, Botero, oder auch meinetwegen Sinkewitz.
Von dem her war die Konkurrenz für Kohl am Berg heuer nicht so groß wie im Vorjahr.
Im Vorjahr war Kohl außerdem noch etwas zu ungestüm, da attackierte er in den Alpen wie ein Wilder, machte Führungsarbeit, und mußte dann am letzten Berg Tribut zollen, er verlor über 15 Minuten.
Bei den drei Pyrenaen-Etappen war er damals schon ganz gut, mit den Plätzen 7, 16 und 23.

Als Kohl auf der 6. Etappe der heurigen Tour 30 sec verlor, weil sein Teamkollege Schumacher vor ihm stürzte, und Kohl nicht mehr ausweichen konnte, hab ich schon befürchtet, seine Pechsträhne würde sich fortsetzen.
Dem war Gott sei Dank nicht so, und so war er am Ende der erste Österreicher am Tour-Podium seit 1953.
Im Nachhinein gesehen wäre der Tour-Sieg drinnengewesen, aber CSC hat eben drei Top-Bergfahrer gehabt, und konnten mit Kohl "Katz und Maus" spielen.



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"It is no use crying over spilt milk"


 
Der Oberprolla


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Verfasst am: 18.02.2009, 22:47


Sellavie, scheisse........CERA vie!
Der nächste coole Senkrechtstarter, der für Furore gesorgt hat.
Die AFLD-Kontrollmethoden decken einiges auf. Trotzdem kommt es immer noch darauf an, wie lange nach der Verabreichung getestet wird.

Was will denn Evans bei Olympia? Zeitfahren?
Dann muss er sich aber steigern, wenn er gegen Leute wie Cancellara, Rogers, Millar oder eventuell Lang und Schumacher eine Chance haben will. Wer Sastre so wenig Zeit abnimmt, wird´s schwer haben. Gussew wurde übrigens wegen auffälliger Blutwerte durch Menchov ersetzt.

Was macht Voigte? EZF, Straße oder beides? Der Straßenparcour soll "extrem selektiv" sein. Genau das Richtige für Leute wie Bettini, Schumacher und Schleck.

Die Ami-Radrennfahrer sollen mit Atemschutzmasken aufm Pekinger Flughafen ausgestiegen sein. Man kann´s auch übertreiben.



 
Pawelfan


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Verfasst am: 19.02.2009, 08:17


Glaub EZF werden Schumacher und Bert Grabsch?


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kwiedi pantera


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Verfasst am: 21.02.2009, 00:08


Ich würde sagen, Evans will Olympiasieger werden. Ulle hat's ja vor acht Jahren (Mann, is das lange her) vorgemacht. Warum soll ers nich versuchen? Und ne Medaille im EZF is auch möglich. Es gibt ja nich mehr so viele Spezialisten wie früher, als Ekimov, Ullrich, Lenz, Olano, Jalabert, Köden und Gonchar zu den EZF-Startern gehörten. Weiß gar nich mehr, ob Boardman und Millar nich auch dabei waren.

@Bert Grabsch: Hoffentlich startet der und nich Voicht beim EZF. Schumi is ja gesetzt...

Außerdem find ichs ja total cool, dass Pellizotti bei Olympia startet. Ausrechnen tut der sich wohl nicks. Ihc hoffe trotzdem auf nen Überraschungscoup.

Von wegen Favoriten wird ja hauptsächlich auf Valverde, Contador, Sastre, Schumi, Bettini, Rebellin, Freire, Evans, Kirchen und die Schlecks geschaut. Aber was is eigentlich mit denen hier:

Samuel Sanchez
Vincenzo Nibali
Jurgen Van Den Broeck (Oberprolla und mein neuer Spezi)
Stuart O'Grady
Roman Kreuziger
Robert Gesink
Vladimir Efimkin
Kurt Asle Arvesen
Chris Anker Soerensen
Christian Pfannberger
Tadej Valjavec
Thomas Lovkvist

Für die Fahrer mit weniger als zwei möglichen Helfern im Team wird's natürlich schwer. Aber bei nem Rundkurs is wenigstens ständig für Verpflegung gesorgt. Aber taktisch haben die Nationen mit 4-5 Startern den klaren Vorteil.



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Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink



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Pawelfan


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Verfasst am: 21.02.2009, 10:35



Zu Bert Grabsch: Er hat ja bei den letzten zwei DM im Zeitfahren gewonnen (wobei er wohl derjenige war, der sich am meisten darauf konzentriert hat). Glaube er wurde auch fürs EZF mitgenommen, ansonsten ist seine Nominierung auch nicht ganz nachvollziehbar. Bei nur fünf deutschen Startern, hätte es sicher bessere Alternativen gegeben. Ein gute Helfer aber, also ok.


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