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rudkie


Anmeldedatum: 01.01.1970
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offener Brief an den Präsidenten des BDR
Verfasst am: 20.10.2006, 18:35


Offener Brief (leicht gekürzte Fassung)

Sehr geehrter Herr Präsident,

da Sie auf mein Schreiben vom 16.03.2006 bis zum heutigen Tage nicht reagiert haben, gehe ich davon aus, dass dieses Schreiben Sie nicht erreicht hat. Ich bedauere, dass ich gezwungen bin, diesen Schritt in die Öffentlichkeit zu machen.

Leider wurde mein, im Schreiben vom 17.02.2006 an Sie gerichtetes Anliegen nicht mit der notwendigen Sorgfalt und Objektivität durch Funktionäre des BDR recherchiert und aufgeklärt.

Im Gegenteil, es wurde versucht meine Argumente auf recht billige und zum Teil primitive Art zu widerlegen.

Dies wird im Schriftverkehr mit Herr Donike und in meinem Beitrag zum Forum, mit den Äußerungen des VKK Herr Müller sehr deutlich. Alle Schriftstücke liegen dem Herrn Schütze vor.

Nach weiteren Recherchen meinerseits, könnte sich der Sachverhalt nach der Zeitfahrmeisterschaft der U23 am 24.06.2005 wie folgt abgespielt haben:

- Herr Röseler, Koordinator Straße, hat dem VKK Herr Müller einen Verstoß des Fahrers Wagner wegen Windschattenfahrens nach der Zieldurchfahrt von Paul Martens, der von Herrn Röseler über das ganze Rennen begleitet wurde, gemeldet.

- Der Sportliche Leiter des Fahrers machte dann den Fehler, seinen energischen Protest nicht persönlich dem VKK gegenüber anzubringen. (wobei nach Augenzeugen niemand im Jurywagen den Einwand überhören konnte) sondern gegenüber dem Herrn Röseler.

- Als Herr Röseler die Beweise des Windschattenfahrens nicht erbringen konnte, erklärte er dem sportlichen Leiter im Beisein der Presse: die Bestrafung erfolgte nicht wegen Windschattenfahren, sondern wegen dem tatsächlich stattgefundenen unerlaubten Fahrspurwechsel. Dann noch die Äußerung, die auch in der Presse zu lesen war, eigentlich hätte Wagner auch aus dem Rennen genommen werden können. Um die Auswirkungen für das gesamte Team zu minimieren, gab sich der sportliche Leiter und auch der Fahrer damit wohl einverstanden.

- Herr Röseler hat mir gegenüber die Situation, in Übereinstimmung mit Äußerungen des Fahrers Wagner, erläutert. Danach handelt es sich aber nicht um Windschattenfahren von Wagner, sondern um einen Verstoß gegen die Wettkampfbestimmungen durch das Begleitfahrzeug des Fahrers Martens. Ob Herr Röseler seine Feststellung bewusst falsch oder aus Unkenntnis der Wettkampfbestimmungen an den VKK weitergab muss die weitere Klärung ergeben.

- Die dann zu Tage getretene Unfähigkeit der anwesenden Kommissäre wurden mir vom VKK Herr Müller in erschreckender weise im Telefonat am 07.03.2006 deutlich gemacht.

- Bei diesen Meisterschaften wurde nach meiner Meinung durch den VKK gegen die Sportordnung Ziffern 2.2.4(5); 3.9.1(2); 3.9.2(4), sowie gegen die Wettkampfbestimmung Ziffer 040/1 und durch den Direktor Leistungssport gegen die Ziffer 2.4.81) verstoßen


Aus dem dargelegten und meinen bisherigen Schreiben ergeben sich für mich folgende Fragen, deren Beantwortung der Aufklärung und der Wahrheit dienen wird:


1. Aus welchem Grund hat Herr Röseler dem sportlichen Leiter und der Presse die Unwahrheit über den Bestrafungsgrund gesagt?

2. Wer war der bisher unbekannte Kommissär, der angeblich 1000m ohne einzugreifen hinter Wagner hergefahren ist?

3. Warum wurde das angebliche Windschattenfahren nicht sofort über Funk an den VKK gemeldet (es muss, wenn überhaupt, ca. 40 Minuten vor der Zieldurchfahrt von Paul Martens geschehen sein) und weshalb wurde die Fahrzeit von Wagner bis zur Zieldurchfahrt des letzten Fahrers als Bestzeit veröffentlicht?

4. Warum versucht Herr Donike die Fehler und die Unfähigkeiten der eingesetzten Kommissäre (wenn diese, so wie dargelegt, wirklich zutreffen und nicht nur eine Schutzbehauptung gegen weitergehende Spekulationen sind) zu negieren und alles als reglementkonform darzustellen?

5. Weshalb wird versucht mit juristischen Winkelzügen und verweisen auf Fristen diesen Vorgang aus der Welt zu schaffen, anstatt sportlich fair, den Fehler zuzugeben und ihn zu beseitigen?


Sehr geehrter Herr Scharping, ich weis, dass es nicht Ihre Aufgabe ist, solch eigentlich reinsportliche Probleme zu klären, aber in diesem Falle wird von Sportfunktionären des Verbandes mit Unwahrheiten, negieren der Tatsachen, sowie Verschleierung gearbeitet, so dass ich Sie bitten möchte, sich persönlich einzuschalten und den Vorfall umfassend aufzuklären und die Gerechtigkeit wieder herzustellen.

Es geht um einen jungen Radsportler, dem nach meinen Erkenntnissen und nach dem vorliegenden Schriftwechsel sein größter Erfolg -Deutscher Meister- zu unrecht aberkannt wurde.

Leider können die Schäden, die der Karriere des Sportlers Wagner durch diese Fehlentscheidung zugefügt wurden, nicht mehr behoben werden.

Aber die Beschädigung seines persönlichen Ansehen, durch die öffentliche Darstellung , er sei ein Betrüger, kann durch die Korrektur des Ergebnisses zurückgenommen werden.




Vielen Dank und freundliche Grüße


Rudolf Kieren






_________________
 
Anonymer User


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Verfasst am: 24.10.2006, 11:36


wo hasten den hingeschickt?


 
Anonymer User


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Verfasst am: 24.10.2006, 16:46


die Sport Bild Evil or Very Mad

naja,
die Herren weilen im Ausland,irgendwie müssen ja die Steuergelder verpraßt werden,wenn se den Sportlern schon nicht zugute kommen

ich hoffe,du hälst uns auf dem Laufenden,
welches Rennen begleitest du als nächstes?

 
Anonymer User


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 24.10.2006, 17:47


wegen Geldmangel ausgefallen, Evil or Very Mad

wie oben eben erwähnt

 
rudkie


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 21.11.2006, 12:00


Der Fall Wagner befindet sich weiterhin in der Klärungsfase.

Nach einer telefonischen Anfrage am 08.05.2006 bei der Büroleiterin des BDR teilte sie mir mit, dass der Präsident des BDR Herr Scharping inzwischen den Sportdirektor des BDR Herr Bremer mit der Klärung des Vorfalls und der Beantwortung meines offenen Briefes vom 07.04.2006 beauftragt hat.



_________________


 
rudkie


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 04.12.2006, 14:38



Der Präsident hat Antworten lassen,

und zwar durch den Sportdirektor Herr Bremer.

In seiner inzwischen bekannten Art, hat Herr Bremer wieder eine „klare“ Antwort gegeben, die aber völlig indiskutabel ist, weil inhaltlich so gut wie gar nicht auf den offenen Brief eingegangen wurde.

Zwar räumte Herr Bremer in einem Telefonat gegenüber dem betroffenen Sportler Ungereimtheiten bei der Ergebniserstellung ein, trotzdem ist für ihn alles reglementkonform.

Herr Bremer muss nun endlich mal akzeptieren, dass Wagner kein Windschatten gefahren ist.
Wer das behauptet lügt.

Wer die unberechtigte und auf einer Lüge basierende Strafe von 30 Sekunden als reglementkonform bezeichnet, beweist damit seine Unfähigkeit oder er lügt.

Herr Bremer führt zu recht aus, wie gut der BDR mit seiner Satzung, Sportordnung, Wettkampfbestimmung und so weiter aufgestellt ist. Aber was nutzt das, wenn diese Regelungen von leitenden Sportfunktionären nicht eingehalten werden und dagegen verstoßen wird.

In seiner Antwort geht Herr Bremer mit keinem Wort auf die im Brief konkret dargelegten Verstöße durch den VKK und ihn selbst ein.

Zu den im Brief gestellten Fragen schweigt Herr Bremer völlig. Wohl weil ihm bewusst ist, dass in deren Beantwortung der Schlüssel zur Wahrheit liegt und die soll um jeden Preis verschwiegen werden.

Nun hat ja in Deutschland jeder das Recht zu schweigen, wenn er sich bei einer wahrheitsgemäßen Antwort selbst belastet.
Dieses Recht hat Herr Bremer offenbar für sich und seine Sportfunktionäre in Anspruch genommen.
Auch für den Präsidenten?

R Kieren


Die Antwort vom 11.05.2006 im Detail:



Sehr geehrter Herr Kieren,
Herr Scharping hat mich gebeten Ihren offenen Brief vom 07. April 2006 zu beantworten.
Im Interesse des Sports und der Sache, habe ich mir die Mühe gemacht den Sachverhalt noch
einmal eingehend zu prüfen. Allerdings komme ich auch nach erneuter Prüfung zu dem
Schluss, dass in der Sache die getroffenen Entscheidungen mit den Bestimmungen des
Bundes Deutscher Radfahrer (Sportordnung, Wettkampfbestimmungen) konform gehen.
Versäumnisse, bzw. Fehler bei der Beurteilung und Entscheidungsfindung sind aus meiner
Sicht nicht gemacht worden.
Ihre Darstellung über die Beantwortung Ihres Anliegens durch Verantwortliche des Bundes
Deutscher Radfahrer ist für mich nicht nachzuvollziehen. Im Gegenteil, seitens des BDR haben
sich die Verantwortlichen sehr detailliert und intensiv mit Ihrem Anliegen beschäftigt. Ihre
Einschätzung, dass Ihre Argumente auf billige und primitive Art versucht wurden zu widerlegen,
kann ich nicht bestätigen.
Ihre persönlichen Recherchen beruhen zum Teil auf Telefongesprächen, die sie aus dem
Zusammenhang zitieren und Annahmen, die sie nicht beweisen können.
Der BDR ist mit seinen Bestimmungen (Satzung, Sportordnung, Wettkampfbestimmungen,
Sportrechtsordnung) und den Organen (Bundeshauptversammlung, Hauptausschuss,
Präsidium, Kommissionen, Bundessportgericht, Rechtsausschuss) in Anlehnung an den
Weltradsportverband (UCI) und den Deutschen Sportbund gut aufgestellt. Jedes Mitglied hat
auf dieser Grundlage die Möglichkeit seine Interessen unter Berücksichtigung der
demokratischen Grundsätze zu wahren.
Ich bedaure, dass sie die dargelegten Fakten und Argumente nicht akzeptieren können oder
wollen. Wir haben uns in der Vergangenheit mit den unterschiedlichsten Personen wirklich sehr
intensiv um Sie und Ihr Anliegen gekümmert. Dies ist auch selbstverständlich. Man kann leider
nicht immer erwarten, dass man mit seinen Anliegen Recht bekommt. Dies sollte dann aber
auch irgendwann akzeptiert werden. Wir betrachten diese Sache nunmehr endgültig als
erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
Burckhard Bremer
Leistungssportdirektor


 
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Tags: offener brief, bdr

 
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