Radsport Forum

Radsport Forum
Erfahrungsaustausch über Radsport und Bahnradsport
 
RegistrierenRegistrieren  LoginLogin
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Radsport Forum Foren-Übersicht -> Vuelta d Espana
Autor
Nachricht
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0

Vuelta 2008
Verfasst am: 27.02.2009, 23:43


Oha, es is wieder Vuelta-Zeit. Bisher immer ein tolles Rennen, aber dieses Jahr könnte es die schlappste der drei großen Rundfahrten werden.

Wer von den Stars fährt eigentlich mit? Valverde dürfte nach Klassikern, Tour und Olympia langsam platt sein. Der wird eher auf die WM setzen. Ähnlich dürfte es sich bei Sanchez verhalten. Contador? Naja, Giro, Olympia...dann noch Spanienrundfahrt? Möglich, aber auch nich sicher. Gleiches gilt für Leipheimer und Klöden. Am Ende sind Kessler und Colom die Kapitäne bei Astana Wink

Evans, Sastre, die Schlecks, Menchov, Kirchen und Cunego dürften ebenfalls die Fresse gestrichen voll haben. Pereiro is verletzt.

Vielleicht is dann ja mal Platz für Haimar Zubeldia? Oder Juan-Miguel Mercado und Cardenas zum Abschluss seiner Karriere? Die könnten doch mal glänzen. Wobei nur Zubeldia ernsthaft nach dem Podium schielen darf.

Vielleicht startet ja auch Savoldelli. Oder Rogers, nur wird auch der die WM im Kopf haben. Ich schätze mal, dass es am Ende eine Vuelta der zweiten Reihe wird. Außer den Stana-Jungs sehe ich keinen aktuellen Top-Rundfahrer dort. Höxtens Zubeldia, aber der is offenbar übern Zenit.

Von den nachrückenden Profis is auch nich viel zu erwarten. Ten Dam, van den Broeck und Kreuziger werden nicht noch ne Dreiwochenrundfahrt hinlegen, Dekker is neuerdings ohne Team. Ricco haben sie rausgekegelt, Pozzovivo könnte wegen der Sella-Nummer keinen Startplatz bekommen. Tja, und weitere heiße Kandidaten aus dem Nachwuchslager sehe ich nich. Vielleicht geht ja ein neuer spanischer Stern auf? Ein neuer Chava Jimenez...?


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink



_________________
 
The Undertaker


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 28.02.2009, 00:13


Ich hoffe mal auf Klödi. Wie sieht's denn bei dem eigentlich aus? Ich hab' gelesen, dass der zwischen Deutschlandrundfahrt und Vuelta entscheidet. Also ich wüsste, was ich an seiner Stelle tun würde. So wie's aussieht, hätte er ja auch keine ganz so schlechten Aussichten. Wobei man das auch erst sagen kann, wenn die Entscheidungen fallen - vor dem diesjährigen Giro hätte ich viel, sehr viel auf einen Gesamtsieg Klödens gesetzt. Aber irgendwie hatte der da schon, so mein Eindruck, seinen Formhöhepunkt hinter sich, nämlich bei der Romandie, die er gewann. Und dann bei Contador und Ricco zu Hause (Mortirolo, Fedaia, Kronplatz etc.), da war nix zu holen. Aber ich sach ma so: Welche harten Rennen hat denn der Klödi nach dem Giro in den Beinen? Keine Tour, keine Smog- und Jetlag-Strapazen bei Olympia, auf die WM muss er ja auch keine Rücksicht nehmen (oder startet der etwa dort?? Kann ich mir nicht vorstellen); und dann ja die, bei allem Respekt, recht übersichtliche Konkurrenz. Also, ab geht's...

Wo gibt's denn bitte die Etappenprofile? Auf der lavuelta.com hab' ich nur die Gesamtübersicht gefunden Confused ...


____________________________________

Siege wenn du kannst, verliere wenn du musst - doch kapituliere nie!


 
Tatze


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 28.02.2009, 12:56


Leider gibts bei Vuelta immer so öde Etappen.
Ewig geradeaus,oft noch auf Autobahnen,wüstenartiger Gegend und meist da wo keine Zuschauer sind.
Warum nicht mal auf den Kanarischen Inseln Etappen einbauen?

Eigentlich find ich den Giro vom Streckenverlauf am interessantesten.

 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 02.03.2009, 10:38


Hoffentlich fährt Klödi nich die D-Tour, da wäre er total verschenkt. Und würde Gerdemann den Sieg wegschnappen Very Happy Obwohl er im EZF der Tour de l'Ain etwas langsamer war. Nur kanner eben viel besser Hochgebirge fahren...

Die Höhenprofile sind etwas dämlich angelegt. Man muss auf dieser Seite: http://www.lavuelta.com/08/ingles/recorrido/listado.asp jeweils die einzelnen Etappen anklicken, beispielsweise Barbastro - Andorra (Naturlandia - La Rabassa) , und dann bekommt man die Höhenprofile.

Die Strecken in Spanien sind manchmal echt etwas lahm. Aber leider is das Straßennetz da eben nich so gut ausgebaut. Die Landstraßen sind oft so schlecht, dass nur die Schnellstraße bleibt, um zügig von A nach B zu kommen. Dafür sind di9e Bergetappen cool. Genau wie beim Giro gibt es weniger Flachetappen. Da hat die Tour ja dieses Jahr ordentlich nachgelegt. War auch ein abwechslunsgreicher Kurs.


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
Alex1981


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 03.03.2009, 14:10


Wer wie in Form sein wird, werden wir zwar erst sehen, aber das vorläufige Starterfeld läßt sich doch sehen:

Contador, Evans, Sastre, Leipheimer, F. Schleck, A. Schleck, Valverde, Cunego, Gesink, V. Efimkin, J. Rodriquez, Karpets, Popovych, Rebellin, Schumacher.
Und das sind noch lang nicht alle "Stars", weil viele Mannschaften ihr Aufgebot noch nicht bekanntgegeben haben.

Klöden noch unsicher, ob Vuelta oder Deutschland-Tour.
Haimar Zubeldia fährt übrigens nicht die Vuelta, sondern die Deutschland-Tour.

Der Herr Kirchen ist sicher nicht dabei, weil Team Columbia bei der Vuelta nicht dabei ist.
Der Herr Menchov ist auch nicht dabei, ist Giro und Tour ja gefahren.

Das Starterfeld bei der Deutschland-Tour wird trotz Vuelta-Konkurrenz auch ganz ordentlich sein.


____________________________________

"It is no use crying over spilt milk"


 
Alex1981


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 03.03.2009, 22:04


Interessant, wieviele erfolgreiche spanische Radprofis aus der Vergangenheit sich jetzt bei Zweit- oder gar Drittdivisionsmannschaften herumtummeln:
Die meisten auf Grund von Dopingfällen:

Jose Azevedo - Benfica, Santiago Perez - Centro Ciclisimo, Francisco Mancebo - Fercase, Isido Nozal Vega - Libery Seguros, Ruben Plaza - Benfica, David Blanco - Palmeiras Resort, Eladio Jimenez - Fercase, David Bernabeu - Barbot, Nuno Ribeiro - Liberty Seguros, Koldo Gil - Liberty Seguros.

Was mit Jose Enrique Gutierrez und Santos Gonzalez ist, weiß ich nicht. Da gabs ja auch Dopingfälle.
Santiago Botero kurvt auch noch irgendwo in den kolumbischen Bergen herum. Bei Olympia war er dabei.


____________________________________

"It is no use crying over spilt milk"


 
Der Oberprolla


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 03.03.2009, 22:39


Damit die Liste komplett ist: Oscar Sevillla kurvt auch bei so einem Zweitdivisionär herum.
Solange keiner den Fahrer-Ehrenkodex mit dem Füßen tritt, findet jeder einen neuen Stall.



 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 05.03.2009, 00:30


Cooles Starterfeld. Aber die Hälfte der Topleute steigt wohl am ersten Ruhetag aus, um für die Wm fit zu bleiben. Aber Evans könnte endlich den ersten GT-Sieg schaffen wollen. Wäre ja ein cooles Duell mit Contertor. Aber auch Klöden is nich zu verachten...wennerdennPFERD.

Zubeldia bei der D-Tour? Das finde ich ja mal cool. Er is nach der Tour gut gefahren. In San Sebastian weit vorn, bei Olympia immer im Spitzenbereich. Vielleicht will er noch ne namhafte Rundfahrt gewinnen...?

Wenn man die Namen der Spanier so liest, wird man schon wehmütig. Sevilla, Mancebo, Azevedo, Gil...das war mal die erweiterte Weltspitze. Die anderen auch keine Leichtmatrosen. Botero, wenn auch Kolumbianer, war im Straßenrennen ja sogar 7.! Im EZF hat er total vergeigt. Dabei sein is alles.

Santos Gonzalez hat meines Wissens seine Karriere lange beendet. Gleiches glaubte ich auch von Scarponi und Nozal. Aber zumindest Letzterer schein also noch aktiv zu sein.





____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
Tatze


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 05.03.2009, 18:24


@ Kwidie
hast du endlich satelittenfernsehen?
Täglich in dieser woche ab 17 Uhr überträgt RTP International (unverschlüsselt auf Astra)
die portugal Rundfahrt live .meistens die letzten 50km


MasterA kann es ja wohl sehen?

 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 08.03.2009, 10:50


Nee, wir haben getze Kabel Digital. Immerhin kriege ich Eurosport 2 und ESPN Classics. Außerdem ein paar französische und italienische Sender, bin aber nich sicher, ob bei denen auch Radsport übertragen wird.


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
Tatze


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 13.03.2009, 12:48


 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 15.03.2009, 20:33


Das erinnert ja stark an die Tour...Valverde gewinnt die erste (richtige) Etappe. Und wieder mit so nem schweren Finale. Jetzt hat er's Gelbe. Wäre ja irgendwie cool, wenne r diesmal zumindest ums Podium mitfahren könnte. Contador ist sicher der Topfavorit. Aber wenn Valverde es darauf anlegt, könnte er ihm gefährlich werden. Bei Cunego muss man mal abwarten, ob er durchfährt. Und Sastre schätze ich auch so ein, dass er zuminest nochmal versuchen wird, vorn mitzufahren. Dann hoffe ich ja darauf, dass sich endlich mal eine Situation ergibt, in der Klöden stärker ist als Conterdor...und dann der Käptn sein darf. Er wäre ja mein Wunsch-Sieger Wink

Sonst setze ich mal darauf, dass Igor Anton was reißt. Und di Gregorio. Der ist ja nach seinem Sturz im letzten Jahr erst spät ins Renngeschehen eingestiegen und hatte bei der Tour wohl noch keine Bestform. Getze könnte er bei 100% sein. Zu guter Letzt ist da ja noch Oliver Zaugg, der letztes Jahr schon ne ordentliche Vuelta abgeliefert hat und dieses Sommer super drauf war. Dann kam seine Verletzung. Vielleicht fährt er ja in die ersten Zehn? Gleiches sollte für Evgeni Petrov möglich sein. Und was Popovych als alleiniger Chef von Lotto bringt, bleibt auch noch abzuwarten. Mein Geheimtipp ist außerdem Nocentini. Der kann auch Berge fahren.

Wie so oft dürften dann noch zwei oder drei bisher eher unbekannte Spanier ins Rampenlicht fahren. Auf Pasamontes wartet man ja schon ewig, das wird wohl nix mehr. Arroyo könnte was bringen. Oder eben Leute wie Daniel Moreno, Ruben Perez, Mozquera und Herrero.


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
The Undertaker


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 16.03.2009, 20:36


Vor dem diesjährigen Giro war ich fest davon überzeugt, dass Klödi die Italien-Rundfahrt gewinnen würde. Aber in meinen Einschätzungen haben die emotionalen Argumente die realistischen und objektiven klar besiegt. Am Ende war's klar: Selbst mit einer offenbar starken Form (Sieg bei der Romandie), der scheinbaren Kapitänsrolle im Team und schlagbaren Konkurrenten (vor allem natürlich hinsichtlich der vermeintlich horrenden Zeitfahr-Schwäche von Ricco, Contador, Di Luca und Co.) hatte der gute Hilde keine Chance. Denn dazu sind solche Anstiege wie der Mortirolo, der Fedaia oder der Kronplatz einfach zu steil und zu unkonventionell. Ähnliche Probleme sehe ich bei der momentan laufenden Vuelta: Ich sehe keine Möglichkeit, dass der Klödi beispielsweise am Angliru Contador und Sastre wird folgen können. Ein Sieg Klödens wäre ein Traum für mich, aber ganz nüchtern betrachtet: Das wird nix! Wer steht dann zur Wahl: Contador? Sastre, Valverde? Es wird auf jeden Fall keinen Falschen treffen.

Die Vuelta ist für mich immer so das letzte große Rennen der Saison; es geht schon in den Herbst rein, das große Highlight, die Tour, ist längst Geschichte und die meisten Fahrer scheinen gedanklich schon in Richtung Saisonende zu gehen. Deswegen bin ich mir auch nicht sicher, inwieweit Sastre und Valverde da noch richtig reinhalten können/wollen. Für mich ist Contador auch deswegen DER Favorit. Neben der Tatsache, dass Ricco und Sella meiner Meinung nach die Einzigen sind (bzw. waren Crying or Very sad ), die Contador am Berg folgen können. Da kann man für die Spannung wohl wirklich nur auf einen schlechten Tag hoffen.

Mit einer derartigen Konkurrenz (oder der vom Giro) bei einer Tour, würde Klödi sicherlich auf's Podium fahren - denn da gehört Alpe d'Huez schon zum Extremsten, was es zu bieten gibt.


____________________________________

Siege wenn du kannst, verliere wenn du musst - doch kapituliere nie!


 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 20.03.2009, 09:57


Hilde hat's wohl schon vermurkst. Über vier Minuten wegen des Sturzes. Dafür ein ordentliches Zeitfahren. Aber der Sieg dürfte jetzt schon unmöglich sein.

An den Giro-Bergen allein wäre Klöden vielleicht gar nicht gescheitert. Er war ja erkältet. Sowas zieht einen natürlich 'runter. Und dann entschied sich Astana dafür, dass Klöden Contador hilt. Dass er dann am Mortirolo nicht folgen konnte (war er da nicht schon ausgestiegen? Hab ich nicht mehr so in Erinnerung), war ja nicht weiter verwunderlich.

Was umso mehr entmutigt (also mehr als die rund 5 Minuten Rückstand), ist die Tatsache, dass auch Klöden nicht jünger wird. Mit dem GT-Sieg wird das wohl nix mehr. Aber man wird ja noch träumen dürfen...

heute tippe ich mal auf einen Valverde-Sieg. Früh in den Rundfahrten ist der meistens stark. Und der Anstieg nach La Rabassa ist nicht mörderisch steil. Da sollte Valli dranbleiben und im Finale siegen können. Vielleicht teißt aber auch igor ANton aus..?


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
Tatze


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 20.03.2009, 15:21


Valverde hat noch nie die Konstanz für ein 3 Wochen rennen gehabt.



 
The Undertaker


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 20.03.2009, 21:50


Ja stimmt, als es zum Mortirolo ging, war der Klödi schon raus. Aber damals hatte er ja schon vor seiner Erkältung einigen Rückstand. Der hat im Finale nie mit den Besten (Ricco, Contador, Sella, Menchov, Simoni) mithalten können. Ähnlich wie bei der letztjährigen Tour; da waren neben den beiden Außerirdischen auch Evans, Leipheimer, Soler und Sastre stärker. Vielleicht liegt's wirklich an seinem Alter. Hinzu kommt sicherlich, dass die vermeintlich Schwachen im Zeitfahren in den letzten Jahren unheimlich aufgeholt haben, da passiert es nicht mehr, dass Leute wie Contador, Sastre, auch Evans mehrere Minuten auf großen Zeitfahr-Distanzen verlieren. Das finde ich eigentlich aus Sicht Hildes am betrüblichsten. Früher war es so, da konnte man ruhig 7-10 Minuten gegen die Bergziegen in deren Terrain verlieren, solange man im Zeitfahren zu den Allerbesten gehörte. Denn mal im Ernst: Ein Klöden müsste Fahrer wie Evans, Contador, selbst Menchov deutlich hinter sich lassen. Aber gut, wenn du in den Bergen "nur" zu den Guten gehörst, im Zeitfahren "lediglich" zu den Stärksten, dann reicht's halt nicht für den Gesamtsieg.

Ich fürchte auch, dass das nix mehr wird mit einem großen Sieg für Klöden. Als er die Chance hatte, mal richtig zuzuschlagen (Tour 2004, Tour 2007 nach dem Einbruch von Vino, Giro 2008), da wurde es ihm irgendwie immer zu heiß. DIE Chance hätte er sicherlich 2006 gehabt. Nach den Ausschlüssen von Ullrich, Basso, Mancebo, Vino und Co., nach dem Ausfall Valverdes, dem miserablen Zeitfahren Leipheimers, neben Sastre der Stärkste und vor allem Konstanteste am Berg, der Stärkste der Favoriten im Zeitfahren und dem Einbruch Landis' - das wär's gewesen...der Rest ist Geschichte. Selbst mit dem leicht übertriebenen Dirty-Riding vom Landis Floyd hätte Klödi den Sieg holen können. Nämlich dann, wenn das mit Abstand stärkste Team (boah, war DAS ein Team: Rogers, Mazzoleni, Sinkewitz und Kessler in Überform, Guerini und Honchar die wie immer zuverlässigen "Muster an Beständigkeit") Eier gezeigt hätte und an zwei Tagen ein bisschen reingehalten hätte. Aber auch hier: Die Chance zu ergreifen, vielleicht isses dem Ködi einfach zu heiß. Der scheint mir für die Adjudanten-Rolle geboren...leider...


____________________________________

Siege wenn du kannst, verliere wenn du musst - doch kapituliere nie!


 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 21.03.2009, 10:45


Könnte sein, dass Klöden eben kein Siegfahrer ist. Die paar Rennen, die er ganz vorn beendete waren meist GMWs. Auch bei der TdS fehlte ihm dieses Jahr der nötige Killerinstinkt. Muss ja auch nich jeder der geborene Sieger sein. Für uns Fans is das wahrscheinlich schlimmer als für ihn selbst. Ich schätze, dass Klödi mit dem, was er erricht hat, weitgehend zufrieden ist. Wnen wir ihn richtig einschätzen, mag er wohl zeitweise vom Toursieg geträumt haben, aber wohl daraus auch einen immensen Druck generiert haben. Insgeheim ist ihm ohne diesen Durck wahrscheinlich wohler. Man erinnere sich an die Etappe mit dem seltsmaen landis-Comeback. Da wusste Klöden, dass er dicht vor dem möglichen Gesamtsieg stand, war aber von Landis offenbar so beeindruckt, dass er blockierte. So auf Zuruf kann doch sonst keiner schlechte Tage haben.

Bei der Tour 2007 muss man aber im Hinterkopf behalten, dass er und Vino bei der ersten schweren Etappe gleich gestürzt sind. Das hatte sicher Auswirkungen auf die Form. Deshalb hat Vino wahrscheinlich nochmal nachgetankt und is erwischt worden. Der sagte sich wahrscheinlich: Is doch nur gerecht, wenn ich die Sturzverletzungen mit noch mehr Dope kompensiere. Alles oder nix. Hilde hat auch da ne andere Mentalität. Er macht vermutlich dope-technisch weniger als vor der Ullrich-Katastrophe. Das könnte der Schlüssel sein, warum Contador inzwischen sogar im EZF vor ihm liegt.

Am Berg hat Klödi auch nachgelassen. Er war 2004 in der Lage, schneller bergauf zu fahren als alle anderen außer Basso un Lenz. Okay, Ulle war in dem Jahr krank. Aber sonst? Mancebo, Leipheimer, Totschnig, Rasmussen - alle weg vom Fenster. Und so viel sollte das Alter ihn ja auch nicht limitieren, zumal Leipheimer ja im selben Alter ist und den Klöderich vor dieser Saison am Berg nie abhängen konnte. Ach doch: Beid er ersten Bergankunft der Tour 2006 war er mal schneller. Einmal.

Zum Valverde: "Nie die Konstanz für 3 Wochen" stimmt nur hinsichtlich Tour de France. Bei der Vuelta war er Zweiter (2006), Dritter (2003) und Vierter (2004). Und er hat 2004 einen bösen Sturz verdauen müssen. 2006 mag er am Ende gegenüber Vino abgebaut haben. Aber er ist ja nicht komplett eingebrochen. Hätte Vino nicht diesen sensationellen Antritt bei der Bergetappe vor Sierra de la Pandera gewagt, hätte Valli die Vuelta gewonnen. Was mich eher skeptisch macht für dieses Jahr, ist, dass er schon die komplette Klassiker-Kamapgne, die Tour und Peking hinter sich hat. Deshalb rechne ich auch nicht mit Großtaten von Sastre. Bei Valverde könnte es auch passieren, dass er irgendwann die Vuelta verlässt, um bei der WM noch gute Form zu haben. Dazu müsste er dringend pausieren...


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
Tatze


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 22.03.2009, 09:37


Bei der Vuelta hat er ja oft schon wie der sichere sieger ausgesehen.
2006 war er ja noch viel schwächer im zeitfahren als er es jetzt ist,ansonsten hätte es damals schon geklappt.
Übrigens Leonel Sanchez stemmt aus dem gleichen Ort wie Valverde (Murcia)

 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 24.03.2009, 00:34


Gestern am Pla de Beret hat es doch schon richtig gut geklappt. Contador scheint zwar keine Schwächen zu haben. Aber Valverde bleibt gefährlich.

Ich finde es auch schön, dass Anton. Moreno und Mosquera sich offenbar als feste Größen im Rundfahrt-Metier etablieren. Auch Zaugg mit einigen Abstrichen...

Rebellin is sensationell!


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
The Undertaker


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 24.03.2009, 01:12


Auch ein Thema, das seit einigen Jahren auffällt: Bei Ankünften in der Art von Samstag und Sonntag hätte es vor einiger Zeit noch derartige Abstände gegeben, die eine solche Rundfahrt zumindest vorentschieden hätten. Das zieht sich durch alle großen Rundfahrten der letzten Jahre. Mehr als 30 Sekunden zwischen den Ersten kommen kaum mehr vor. Da muss schon sowas wie der Angliru her. Aber auch hier: Als es letztes Jahr beim Giro den Zoncolan hochging, da kamen Piepoli, Simoni, Schleck und Di Luca auch alle innerhalb von wenigen Sekunden an. Den Zeitfahren und vor allem den Zeitbonifikationen (die 20 Sekunden, die man bei einem Etappensieg gutgeschrieben bekommt, sind manchmal erheblich gemütlicher zu erreichen, als ein 20-Sekunden-Abstand bergauf) kommen damit eine erheblich größere Bedeutung zu. Dementsprechend knapp geht es bei den Gesamtwertungen zu - den Zeitabstand, der die Top 10 heute trennt, gab es vor fünf Jahren zwischen den ersten dreien. Irgendwie find' ich's auf der einen Seite natürlich spannender, auf der anderen Seite vermisse ich jedoch dieses klassische Ausscheidungsfahren. Da fehlt was, wenn eine Spitzengruppe von 10 Fahrern geschlossen oben ankommt. Aber vielleicht ist ja auch das irgendein Indiz, für was auch immer...

Wofür soll eigentlich diese Gewaltetappe am nächsten Samstag gut sein? Drei Anstiege der ersten Kategorie auf 200 Kilometer verteilt, BEVOR es auf den Angliru geht...Das Fernsehen ist doch sowieso frühestens zwei Stunden vor Ende der Etappe drauf, der Sponsor-Faktor scheidet als Argument also aus. Die sportliche Selektivität ebenso, da eine Etappe, die nur halb so lang wäre und nur halb so viele Berge aufweisen würde, BEVOR es zum Schlussanstieg geht, ebenso die Spreu vom Weizen trennen würde...Also - wozu?
Ich bin da mehr für eine deutliche Verkürzung der Etappen generell (wem bringen 100 km, die eben und geradeaus führen?). Berge wie Angliru, Zoncolan oder Kronplatz sollten hingegen ruhig weiter im Programm bleiben. Beispielsweise als Bergzeitfahren oder als eine 150-km-Etappe mit maximal zwei weiteren Anstiegen. Die Selektivität wäre garantiert, das Rennen aktionsreicher und schneller, das TV würde nichts verpassen und diejenigen, die nur dopen, um im Rennen zu bleiben, können sich das auch sparen.


____________________________________

Siege wenn du kannst, verliere wenn du musst - doch kapituliere nie!


 
Tatze


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 24.03.2009, 11:45


Na vielleicht deshalb damit auch wirklich die stärksten vorne sind.
bei einem kurzen rennen könnte ja auch ein Robert Bartko vielleicht noch mithalten.

Nein im Ernst in berlin hatte man mal die Berliner meisterschaft auf 80km verkürzt.
Es siegte Hein.
Der wäre bei einer normalen Distanz längst vorher ausgestiegen.
Auch waren die bahnfahrer alle noch gut dabei

 
The Undertaker


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 24.03.2009, 13:36


...Aber doch nicht nach zwei Wochen quer durch Spanien, no way. Eintagesrennen, von mir aus über 300 km, aber kein spezialisierter Bahnfahrer ist nach der ersten Woche noch im Rennen.


____________________________________

Siege wenn du kannst, verliere wenn du musst - doch kapituliere nie!


 
Tatze


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 24.03.2009, 16:38


Ja stimmt bei Rundfahrten hast du recht

 
Der Oberprolla


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 25.03.2009, 09:03


@Drei Anstiege der ersten Kategorie auf 200 Kilometer verteilt: Die Tour hat auch ihre Prestige-Etappen. Solche Etappen dienen eher als Gratmesser, wie schwer die Rundfahrt insgesamt eingeschätzt wird.

Die Etappenverkürzungen sind bereits Realität, wobei es immer noch genug überlange gibt. Das muss und wird auch nicht gänzlich verschwinden, weil der schleichende Kilometerverschleiss sein Übriges zum Klassement beiträgt. In der Tat, eine Angliru-Etappe wird durch die breite Verteilung der Berge nicht interessanter. Die Fahrweise der Favoriten ändert sich häufig erst radikal am letzten Anstieg.....die Fahrer haben Respekt vor dem Angliru. Es gibt wenige, die die Eier in der Hose haben und am vorletzten Berg die Vorentscheidung erzwingen wollen. Da gehört auch Glück dazu; man muss eine funktionierende Gruppe finden, mit der man den Schlussanstieg mit ausreichend Vorsprung erreicht. Wie gesagt, die langen Flachstücke zwischen den Bergwertungen zum Ende hin sind die Krux. Das ist nicht notwendig.

 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 25.03.2009, 11:51


Manchmal fragt man sich in der Tat, weshalb bestimmte Berge nicht um- doner überfahren werden. Is einfach Quatsch. Ob die Favoriten mit 18 km/h einen Anstieg hianufrollen oder mit 42 in der Flachen - das macht, so wahnsinnig das klingt - für Top-Klassementfahrer gar keinen Unterschied. Wahrscheinlich wollen TdF und Vuelta nur damit protzen, wieviele Berge der höheren Kategorien sie im Streckenverlauf haben. Seit Jharen wird je gesabbelt, dass die TdF die leicteste der drei GTs is. So'n Quark. Zwar hat es dauch dort schwere Berge mit langen Flachabschnitten dazwischen, aber die echten Kracher-Etappen sind allein schon wegen der Fahrweise der Profis schwerer als die bei Giro und Vuelta. Siehe auch die Abstände im Ziel...

So ein langes Flachstück zwischen Vorschluss- und Schlussanstieg hat ja auch di Gregorio um jede Cahnce auf nen Etappensieg in Hautacam gebracht. Da gibg es nach dem Torumalet ewig lang durch die Fläche...


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
The Undertaker


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 05.04.2009, 21:10


Alles schon im Winterschlaf? Aber kann ich verstehen, irgendwie ist die Luft raus. Die Vuelta ist seit einer Woche entschieden, das Wetter neigt sich, es geht stark auf Weihnachten an.

Nur zwei Sachen noch:

1. Stand nicht vor kurzem mal zur Diskussion, die Spanien-Rundfahrt auf zwei Wochen zu verkürzen? Also wenn ich die letzten, mit Ausnahmen, 7 Tage betrachte, würde ich das glatt unterschreiben. Bei allem Respekt, wenn DAS Highlight der Rundfahrt und damit die Vorentscheidung eine Woche vor Schluss terminiert wird, in der Folge auch kaum weitere Knackpunkte eingebaut werden, dann rollt das Ganze weitestgehend unbeachtet aus. Irgendwie ist mir zur Zeit mehr nach Wintersport; aber auch das mag am Wetter liegen.

2. Contador ist DER Dominator zur Zeit, DER Dominator des letzten und DER Dominator der kommenden Jahre. Am Berg der mit Abstand Beste (diejenigen, die ihn hätten halten können, sind weg vom Fenster), im Zeitfahren nur von seinem Teamkollegen zu schlagen, jedoch nicht zu distanzieren. Tour, Giro, Vuelta, das alles innerhalb von zwei Jahren - und keine Frage: Tour-Sieger 2009 kann nur Contador werden, absolut kein Zweifel. Viele starke Fahrer gibt es zur Zeit, die sich alle auf einem Niveau bewegen, lediglich Leipheimer steht etwas darüber. Bleibt Contador gesund, hindern ihn keine medizinrechtlichen Gründe am Start und keine Defekte oder Stürze innerhalb der Rundfahrt, dann kann es, leider, nur einen geben...wie auch immer der das anstellt.

So, jetzt noch die WM über die Bühne bringen, zwei Eintages-Highlights und dann war's das gewesen.

Und dann, bitteschön, sei eine Winterruhe bis März gestattet, das ist ja hier schließlich ein Radsport-Forum.


____________________________________

Siege wenn du kannst, verliere wenn du musst - doch kapituliere nie!


 
Pawelfan


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 06.04.2009, 12:55


 
Der Oberprolla


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 08.04.2009, 20:42


Ist die blöde Lenz-Pressekonferenz eigentlich schon gewesen? Was hat er von sich gegeben?


_________________


 
kwiedi pantera


Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 0


Verfasst am: 08.04.2009, 23:46



Er sagte heute, dass Contador der Betse is. Hört sich an wie das Geblubber vor acht Jahren: "Ullrisch is dat jrößte Dalend, hömma." Gäääähhhn...

@Vuelta verkürzen: Ich fand die Etappen ganz cool. Vor allem, weil Fahrer wie Nicolas Roche und Garcia Dapena sich mal zeigen konnten. Für die GMW war's schwach, aber die TdF hat auch ihre Längen. Drei Wochen sind schon schön...und vielleicht gibt's ja nächstes Jahr wieder ne Bergankunft mehr...?

@TdF-Sieger 2009: Contador ist nicht gegen den Sastre des Sommers gefahren. Und er hat ihn nicht sehr weit distanziert. Wenn man dann die taktischen Varianten sieht, die CSC im Juli hatte, dann sehe ich Contador eher im Nachteil. Zwar fährt Sastre nicht mehr für CSC (in 2009), aber die beiden Schlecks werden sicher ein Feuerwerk abbrennen und Andy sollte langsam aus dem Schatten seines Bruders treten. Da sehe ich die beiden Hauptdarsteller der Zukunft: Andy S. Und Alberto C.

Alerdings kommen immer neue starke Fahrer (Stichwort di Gregorio) auf. Und Auch Evans, Sastre, Leipheimer, Klöden (wenn er von Astana weggeht) und Menchov sind zumindest nächstes Jahr noch heiße Kandidaten. Dann ist da noch Valverde, dem, glaube ich, nur eines fehlt: Sich nur auf große Rundfahrten zu konzentrieren. Wenn er die Klassiker links liegen lässt und voll aufs Hochgebirge setzt und dann noch die ersten Etappen nur mitrollt, dann ist auch Valverde ein Kandidat für den Toursieg. Ich zumindest sehe noch nicht ganz, dass der Conditor schon der nächste Dominator wird. Dafür hat mir das Beispiel Ulle zu viel Leid zugefügt Very Happy

Ach ja, der Lenz is auch noch da, wie Pawelfan schon anmerkte....


____________________________________

Ex-Kolloss, Ex-kwiedi, Ex-Einkollossaufdemrad Wink


 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Radsport Forum Foren-Übersicht -> Vuelta d Espana

Tags: vuelta

 
 Verwandte Themen   Aufrufe   Letzter Beitrag 
Keine neuen Beiträge Tour Berlin 442 25.10.2010, 11:43
Keine neuen Beiträge Vorschau Tour 2006 459 02.01.2007, 09:59
Keine neuen Beiträge Tour live vor Ort+in Farbe 211 05.10.2006, 00:40
Keine neuen Beiträge Tour auf Eurosport oder ARD/ZDF 194 25.12.2006, 23:20
Keine neuen Beiträge Tour de France 2007 - Präsentation 231 02.06.2007, 13:21
 


[ Time: 0.1437s ][ Queries: 148 (0.0861s) ][ GZIP on - Debug on ]